Franz Bittner

Programm


Portrait Franz Bittner


„Ich will konkrete Hilfe im Einzelfall geben und Systemfehler aufdecken“

Das österreichische Gesundheitswesen hat bei unserer Bevölkerung, wie auch international, einen sehr guten Ruf. Trotzdem gibt es in der Beziehung zwischen Patientinnen und Patienten sowie den behandelnden Ärztinnen und Ärzten oft Missverständnisse, die für den Einzelnen oft zu großen Problemen werden können.
Was erwarten sich Patientinnen und Patienten?

  • Sie erwarten eine individuelle Behandlung ihrer Person.
  • Sie wollen sich verstanden wissen.
  • Sie wollen, dass ihre körperlichen Beschwerden ernst genommen werden.
  • Sie wünschen sich eine kontinuierliche Behandlung durch Ärztinnen und Ärzte ihres Vertrauens.
  • Sie wünschen sich eine Therapie, die sie verstehen und der sie vertrauen können.
  • Sie wollen nicht von einem Arzt zum anderen hin- und hergeschoben werden.

Um diesen Grundbedürfnissen von Patientinnen und Patienten zu entsprechen, bedarf es eingespielter Teams von Allgemeinmedizinern, Fachärzten und Pflegepersonal. Nicht immer und überall sind diese Voraussetzungen gegeben, und der Patient fühlt sich unverstanden, schlecht behandelt und resigniert.
Auch das „Zusammenspiel“ zwischen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und Spitälern ist manchmal suboptimal. Die Patientinnen und Patienten werden im Kreis weitergereicht, ohne dass sich ihre gesundheitliche Situation wesentlich verbessert. In solchen Fällen werden Kranke – meist durch Systemfehler – zu „Drehtürpatienten“, die dem System viel Geld kosten. Dieses aber könnte sinnvoller für die Betroffenen eingesetzt werden. Natürlich gibt es auch Konflikte zwischen den behandelnden Ärztinnen und Ärzten und ihren Patientinnen und Patienten, die der weiteren Therapie abträglich sind und aufgearbeitet werden müssen.

Für all diese Fälle errichtet die Ärztekammer für Wien eine Ombudsstelle, die völlig unabhängig und weisungsfrei agiert und den betroffenen Patientinnen und Patienten zu ihrem Recht und zu einer besseren Betreuung verhelfen soll.

Für diese Position des Ombudsmanns habe ich mich beworben, da ich aufgrund meiner langjährigen Erfahrung als Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse gerade auf diesem Gebiet viele Erfahrungen sammeln und auch vielen Menschen helfen konnte.

  • Mein Team und ich werden die Beschwerden, Wünsche und Anregungen, die an die Ombudsstelle herangetragen werden, rasch prüfen und im Sinne der Patientinnen und Patienten handeln.
  • Wir werden die Einzelfälle analysieren und Systemfehler aufdecken.
  • Wir werden unsere Erfahrungen den Verantwortlichen im Gesundheitswesen mitteilen und Vorschläge zur Beseitigung solcher Fehler einbringen.
  • Wir werden mit allen Einrichtungen im Gesundheitswesen – im Sinne der Patientinnen und Patienten – konstruktiv zusammenarbeiten, aber, wenn nötig, auch die Konflikte für die Patientinnen und Patienten führen.
  • Wir wollen die Stimme der Patientinnen und Patienten sein und ihr Gehör verschaffen.

Daher bitte ich Sie, für mich zu voten.

Franz Bittner